Wider den Popups

Schon in den frühen Jahren es Internets, als Online-Marketers noch Webmaster hießen, überlegte man, wie man dem mehr oder weniger zufällig vorbeischauenden Besucher vermeintlich wichtige Informationen möglichst prominent präsentieren könne. Damals schon hatte man die abscheuliche Idee, dies mit Popups zu tun. Da jedoch JavaScript im Allgemeinen und browserübergreifendes CSS im Besonderen noch in den Kinderschuhen steckte, griff man zu einer Art Wunderwaffe. Mit Grauen werden sich die Internetnutzer jener Zeit noch an die JavaScript-Methode „window.open()“ erinnern. Diese führte dazu, dass die Website ohne Zutun des Nutzers ein neues Browserfenster auf den Bildschirm warf. Die Entwickler diverser Browser reagierten relativ schnell mit der Möglichkeit, besagte Popups zu unterbinden. Natürlich ist dies noch lange nicht das Ende der Geschichte. Mittlerweile sind Javascript und CSS so weit gediehen, dass man heutzutage kein neues Browserfenster mehr benötigt, um den Nutzer zu informieren belästigen. So hat sich inzwischen die Unart verbreitet, dem Besucher gleich beim ersten Aufruf einer Seite innerhalb derselben mitzuteilen, dass man sich für einen Newsletter anmelden könne. Immerhin besteht an dieser Stelle – wenn auch oft genug gut versteckt – die Möglichkeit, das Popup mit nur einem Klick wieder zu schließen, um den Blick auf den eigentlichen Inhalt freizugeben.

Dass dies den Internetnutzer zunehmend nervt, scheint mittlerweile auch Google erkannt zu haben. In seinem – für Online-Marketers und Webmaster immer lesenswerten – Blog gibt es erste Hinweise darauf, dass Google ab Anfang 2017 derartige Praktiken im Ranking berücksichtigen wird. Heißt im Klartext: Seiten mit Content, der sich beim (ersten) Besuch auf der Seite über den eigentlichen Inhalt legt, werden im Ranking der Google-Suche benachteiligt. Etwas unklar ist allerdings, ob dies ausschließlich den mobilen Rankings zu Gute kommt oder ob auch die Desktop-Suche davon profitiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.